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(Über)Kommerzialisierung der Leichtathletik? - Druckversion

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(Über)Kommerzialisierung der Leichtathletik? - diskobolos - 29.12.2025

Ich stecke nicht so tief in der Organisation von LA drin. Wenn ich es richtig sehe, ist GA der Versuch aus der LA mehr Geld herauszuholen, auch für die Sportler. Dafür ist die Sportart nicht gut geeignet, glücklicherweise. Geldverdienen und Sport widersprechen sich eben auch. Sport war mal das Gegenteil von Arbeit. Dort, wo es um viel Geld geht, gehen Aspekte wie Fairness leicht verloren und es fördert eher das Schlechte im Menschen. Meine Ideale sind das jedenfalls nicht.

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Germany Athletics
Threadtitel vom mod



RE: Germany Athletics - S_J - 29.12.2025

Wäre es umsetzbar, hätte ich auch nichts dagegen, den Amateurparagraphen für Olympia wiedereinzuführen... aber wenn man unter den derzeitigen Bedingungen mithalten möchte, muss man wohl eben auch das finanzielle Spiel mitspielen.


RE: Germany Athletics - trackwatchnds - 30.12.2025

Ich bitte euch - das kann doch niemand ernsthaft wollen, höchstens die absoluten Puristen. Der Großteil unserer Bundeskader sind doch bedauernswerterweise Amateure. 

Zitat:Sport war mal das Gegenteil von Arbeit. 

Wenn irgendwo Leistung entstehen soll, ganz egal in welcher Branche oder Profession, steckt immer Arbeit drin. Die soll auch angemessen entlohnt werden. Bitte nicht zurück in die Steinzeit.


RE: Germany Athletics - mariusfast - 30.12.2025

(30.12.2025, 00:51)trackwatchnds schrieb: Ich bitte euch - das kann doch niemand ernsthaft wollen, höchstens die absoluten Puristen. Der Großteil unserer Bundeskader sind doch bedauernswerterweise Amateure. 

Zitat:Sport war mal das Gegenteil von Arbeit. 

Wenn irgendwo Leistung entstehen soll, ganz egal in welcher Branche oder Profession, steckt immer Arbeit drin. Die soll auch angemessen entlohnt werden. Bitte nicht zurück in die Steinzeit.

Das würde ja nur dazu führen, dass hier in DE nur noch weniger von den Nicht-Privelligertierten, die aus einem finanzstarken Haushalt kommen, diesen Sport machen können (was ja sowieso schon der Fall ist). 

Ich weiß nicht ob das wirklich die Ideale von Diskobolos sind. Denn Sport war m.E. auch schon immer ein Ort, an dem sich alle messen können und zusammenkommen, unabhängig der sozialen Schicht etc.. Auch global gesehen. Die ganze Dichte im Laufsport ist auch darauf zurückzuführen, dass man durch den Sport nun Geld machen und den Lebensunterhalt finanzieren kann.

Und das Ganze erinnert mich auch stark an eine sehr elitäre Perspektive. Das wäre genauso wie wenn man einem armen Menschen überzeugen möchte "Geld macht doch nicht glücklich". Ich würde da immer bewerten wer das sagt.


RE: Germany Athletics - S_J - 30.12.2025

Lies deinen letzten Absatz doch gerne nochmal und überlege dir, ob du das wirklich so stehen lassen möchtest...

Edit: Danke  Thumb_up


RE: Germany Athletics - aj_runner - 30.12.2025

(29.12.2025, 15:29)diskobolos schrieb: Ich stecke nicht so tief in der Organisation von LA drin. Wenn ich es richtig sehe, ist GA der Versuch aus der LA mehr Geld herauszuholen, auch für die Sportler. Dafür ist die Sportart nicht gut geeignet, glücklicherweise. 

Huiuiui, die These finde ich ziemlich steil. Seither war nur zu lesen, dass CD viel Geld reinsteckt und sein Ziel ist, dass sich das irgendwann selbst finanziert. Jetzt macht er aber die Leichtathletik zum Investmentprojekt?


RE: Germany Athletics - Diskusmann - 30.12.2025

(30.12.2025, 08:37)mariusfast schrieb: Das würde ja nur dazu führen, dass hier in DE nur noch weniger von den Nicht-Privelligertierten, die aus einem finanzstarken Haushalt kommen, diesen Sport machen können (was ja sowieso schon der Fall ist). ...
Silvester schon mal vorgefeiert?

Ich empfehle, das Geschriebene vor dem Absenden immer noch einmal auf Inhalt (z.B. logische Zusammenhänge, Widersprüche, fachliche Korrektheit etc.) und äußere Form (z.B . Rechtschreibung) zu überprüfen. Das schließt Fehler immer noch nicht aus, minimiert diese aber.


RE: Germany Athletics - TranceNation 2k14 - 30.12.2025

Ich verstehe den Satz so: Gibt es nur noch Anerkennung als Entlohnung und keine Zuschüsse/Gehalt, dann können nur noch Athlet/innen finanzstarker Elternhäuser bis in die mittleren 20er mitwirken, und zwar in noch größérem Umfang als dies ohnehin schon der Fall ist (haben wir an anderer Stelle auch bereits diskutiert: Leichtathletik als "teurer/privilegierter" Sport). Dem würde ich inhaltlich so nicht widersprechen, und auch sprachlich gibt es da doch schlimmere Beiträge Wink


RE: Germany Athletics - Sandmann - 30.12.2025

(30.12.2025, 00:51)trackwatchnds schrieb: Ich bitte euch - das kann doch niemand ernsthaft wollen, höchstens die absoluten Puristen. Der Großteil unserer Bundeskader sind doch bedauernswerterweise Amateure. 

Zitat:Sport war mal das Gegenteil von Arbeit. 

Wenn irgendwo Leistung entstehen soll, ganz egal in welcher Branche oder Profession, steckt immer Arbeit drin. Die soll auch angemessen entlohnt werden. Bitte nicht zurück in die Steinzeit.

Es gibt viele verschiedene Arbeitsbegriffe, aber eines lässt sich doch kaum bestreiten: Als die Menschen den Sport erfanden, war er tatsächlich das Gegenteil von Arbeit. Ich finde es schon nützlich, das immer wieder mal zu reflektieren, gerade wenn man die Professionalisierung des (Leistungs-)Sports vorantreiben möchte. Was nun gut oder schlecht ist, und ob irgendjemand in die Steinzeit zurück möchte - darüber ist damit noch gar nichts ausgesagt.


RE: Germany Athletics - TranceNation 2k14 - 30.12.2025

Naja, aber waren Musik und Schauspiel nicht auch ursprünglich Unterhaltung?