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Windmessung im Diskuswurf - Druckversion

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Windmessung im Diskuswurf - Freaky - 14.04.2026

(14.04.2026, 18:08)OldSchoolRunner schrieb: mir ist das schon klar, dass es dort noch ein deutlichen Unterschied gibt. Wir hatten aber schon letztes Jahr hier die Diskussion, wie und ob man die stark begünstigten Leistungen von Ramona "objektivieren" könnte. Wenn man das wissenschaftlich lösen wollte mit Windmessern in allen möglichen Höhen und bei allen möglichen Weiten einer Flugbahn eines Diskus, würden massive Kosten entstehen, die heute existierende Sportfeste verhindern würden. Denn wo genau willst Du denn die Grenze ziehen zwischen erlaubten Segelwiesen und nicht erlaubten?

Und deswegen wäre für mich die alternativ vorgeschlagenen "2-3 Ergebnissen im Schnitt über der Norm liegen und diese Ergebnisse müssen von verschiedenen Wettkämpfen an verschiedenen Orten stammen." eine bessere Alternative als eine völlige Nicht-Anerkennung von Ramona.

Diese Ideen von letztem Jahr mit Windmessern oder so, halte ich auch für ziemlichen Unsinn. Das ist in meinen Augen auch nicht im Ansatz umsetzbar. Weder finanziell noch in der technischen Umsetzung. Wo sollen die Windmesser hin, wie viele, welcher Abstand zum Ring, welche Höhe, welcher Wind ist zulässig, was passiert bei entsprechend unterschiedlichen Messwerten zwischen den einzelnen Messstationen

abgetrennt aus
Oklahoma Throws Series - Ramona, 09.-12.04.2026 (Richter 74,00m)


RE: Oklahoma Throws Series - Ramona, 09.-12.04.2026 (Richter 74,00m) - S_J - 14.04.2026

Je mehr Anforderungen es gibt, desto schwieriger wird es, sich auf kleinen Wettkämpfen für irgendetwas zu qualifizieren, bzw. konforme Wettkämpfe auszurichten. Ich wäre sehr vorsichtig darin, was ich mir da wünsche... Siehe auch das Theater mit den Schuhbestimmungen.

Ich bin fast überrascht, dass man sich für eine DM noch außerhalb von WRC qualifizieren kann...


RE: Oklahoma Throws Series - Ramona, 09.-12.04.2026 (Richter 74,00m) - eierluke2 - 15.04.2026

(14.04.2026, 18:42)Freaky schrieb:
(14.04.2026, 18:08)OldSchoolRunner schrieb: mir ist das schon klar, dass es dort noch ein deutlichen Unterschied gibt. Wir hatten aber schon letztes Jahr hier die Diskussion, wie und ob man die stark begünstigten Leistungen von Ramona "objektivieren" könnte. Wenn man das wissenschaftlich lösen wollte mit Windmessern in allen möglichen Höhen und bei allen möglichen Weiten einer Flugbahn eines Diskus, würden massive Kosten entstehen, die heute existierende Sportfeste verhindern würden. Denn wo genau willst Du denn die Grenze ziehen zwischen erlaubten Segelwiesen und nicht erlaubten?

Und deswegen wäre für mich die alternativ vorgeschlagenen "2-3 Ergebnissen im Schnitt über der Norm liegen und diese Ergebnisse müssen von verschiedenen Wettkämpfen an verschiedenen Orten stammen." eine bessere Alternative als eine völlige Nicht-Anerkennung von Ramona.

Diese Ideen von letztem Jahr mit Windmessern oder so, halte ich auch für ziemlichen Unsinn. Das ist in meinen Augen auch nicht im Ansatz umsetzbar. Weder finanziell noch in der technischen Umsetzung. Wo sollen die Windmesser hin, wie viele, welcher Abstand zum Ring, welche Höhe, welcher Wind ist zulässig, was passiert bei entsprechend unterschiedlichen Messwerten zwischen den einzelnen Messstationen

Ob das Windmessen gut wäre? Ich bin mir auch nicht sicher.

Was aber die Durchführbarkeit betrifft, heißt es: Aufwachen, wir leben hier im Industriemuseum Deutschland und sind gedanklich im 20. Jahrhundert stehen geblieben; in der modernen Welt aber ist alles viel einfacher geworden.
So was können inzwischen sogar Handys ziemlich gut: hänge eines an den Käfig, lege eines bei 80 m im Hamsterkäfig mitten in den Sektor, lasse KI eine App schreiben, die die Werte mittelt und wahrscheinlich sogar den Zeitpunkt da der Diskus in der Luft ist alleine begreifen wird, so dass niemand auslösen muss ... .


RE: Oklahoma Throws Series - Ramona, 09.-12.04.2026 (Richter 74,00m) - Freaky - 15.04.2026

(15.04.2026, 11:24)eierluke2 schrieb: Ob das Windmessen gut wäre? Ich bin mir auch nicht sicher.

Was aber die Durchführbarkeit betrifft, heißt es: Aufwachen, wir leben hier im Industriemuseum Deutschland und sind gedanklich im 20. Jahrhundert stehen geblieben; in der modernen Welt aber ist alles viel einfacher geworden.
So was können inzwischen sogar Handys ziemlich gut: hänge eines an den Käfig, lege eines bei 80 m im Hamsterkäfig mitten in den Sektor, lasse KI eine App schreiben, die die Werte mittelt und wahrscheinlich sogar den Zeitpunkt da der Diskus in der Luft ist alleine begreifen wird, so dass niemand auslösen muss ... .

was willst du mit dem Handy und der KI machen? Ich habe den grundsätzlichen Inhalt deines Posts nicht verstanden


RE: Oklahoma Throws Series - Ramona, 09.-12.04.2026 (Richter 74,00m) - S_J - 15.04.2026

Ist dein Handy etwa nicht ultraschallfähig?  Teufel


RE: Oklahoma Throws Series - Ramona, 09.-12.04.2026 (Richter 74,00m) - Freaky - 16.04.2026

(15.04.2026, 20:54)S_J schrieb: Ist dein Handy etwa nicht ultraschallfähig?  Teufel

nee, mein Handy kann meines Wissens nach auch keinen Wind messen^^
aber das ist auch schon 3-4 Jahre alt


RE: Oklahoma Throws Series - Ramona, 09.-12.04.2026 (Richter 74,00m) - eierluke2 - 16.04.2026

(15.04.2026, 20:41)Freaky schrieb:
(15.04.2026, 11:24)eierluke2 schrieb: Ob das Windmessen gut wäre? Ich bin mir auch nicht sicher.

Was aber die Durchführbarkeit betrifft, heißt es: Aufwachen, wir leben hier im Industriemuseum Deutschland und sind gedanklich im 20. Jahrhundert stehen geblieben; in der modernen Welt aber ist alles viel einfacher geworden.
So was können inzwischen sogar Handys ziemlich gut: hänge eines an den Käfig, lege eines bei 80 m im Hamsterkäfig mitten in den Sektor, lasse KI eine App schreiben, die die Werte mittelt und wahrscheinlich sogar den Zeitpunkt da der Diskus in der Luft ist alleine begreifen wird, so dass niemand auslösen muss ... .

was willst du mit dem Handy und der KI machen? Ich habe den grundsätzlichen Inhalt deines Posts nicht verstanden

Du hattest geschrieben:
"... Diese Ideen von letztem Jahr mit Windmessern oder so, halte ich auch für ziemlichen Unsinn. Das ist in meinen Augen auch nicht im Ansatz umsetzbar. Weder finanziell noch in der technischen Umsetzung. Wo sollen die Windmesser hin, wie viele, welcher Abstand zum Ring, welche Höhe, welcher Wind ist zulässig, was passiert bei entsprechend unterschiedlichen Messwerten zwischen den einzelnen Messstationen ..."

Was ich sagen will, ist dass man für Aufbewahrung, Aufstellen der Technik unsw. keine Hubwagen Rollcontainer unsw. mehr braucht und auch kein trainiertes Personal, dass mit dem Finger am Knopf auslösen muss wann gemessen werden muss unsw.
Also im Skispringen klappt das auf riesigen Anlagen offenbar gut


RE: Oklahoma Throws Series - Ramona, 09.-12.04.2026 (Richter 74,00m) - S_J - 16.04.2026

Spaß beiseite kostet ein neuer Windmesser, der WA-Anforderungen erfüllt, um die 5000€, je nach Marke, Zubehör, etc.

Habe ich also das Bedürfnis zwei davon auf meinem Werferfeld zu installieren und mit Käfigen und / oder auf mehreren Metern Höhe zu sichern, bin ich bei einer erheblichen Investition.

Mache ich einen reinen Werfertag und kann meine Windmesser von Sprint und Sprung verwenden, benötige ich nur die Schutzvorrichtungen. Da kann man sicherlich auch basteln, um Kosten zu sparen.

Im Sektor selbst wird es natürlich nicht installiert werden können, da ich sonst eine Fläche habe, auf der kein gültiger Wurf mehr möglich ist, es müsste also außerhalb des Sektors stehen.

Technisch ist das sicherlich alles möglich. Und für größere Veranstalter auch sicherlich leistbar.

Nur habe ich dann das Problem beim Kreiswerfertag, den Regionalmeisterschaften, etc. wo auch kleinere Vereine gerne einmal ausrichten. Man sollte eben nie vergessen, dass Regeln, die einem für den Spitzenbereich sinnvoll erscheinen, eben auch auf jedem Dorfsportfest umgesetzt werden müssen. Und wenn ich plötzlich zwei Windmesser inklusvive Spezialvorrichtungen mehr brauche, werden viele eben sagen: dann kann ich das nicht mehr ausrichten...


RE: Oklahoma Throws Series - Ramona, 09.-12.04.2026 (Richter 74,00m) - eierluke2 - 16.04.2026

(Gestern, 06:55)S_J schrieb: Spaß beiseite kostet ein neuer Windmesser, der WA-Anforderungen erfüllt, um die 5000€, je nach Marke, Zubehör, etc.

Habe ich also das Bedürfnis zwei davon auf meinem Werferfeld zu installieren und mit Käfigen und / oder auf mehreren Metern Höhe zu sichern, bin ich bei einer erheblichen Investition.

Mache ich einen reinen Werfertag und kann meine Windmesser von Sprint und Sprung verwenden, benötige ich nur die Schutzvorrichtungen. Da kann man sicherlich auch basteln, um Kosten zu sparen.

Im Sektor selbst wird es natürlich nicht installiert werden können, da ich sonst eine Fläche habe, auf der kein gültiger Wurf mehr möglich ist, es müsste also außerhalb des Sektors stehen.

Technisch ist das sicherlich alles möglich. Und für größere Veranstalter auch sicherlich leistbar.

Nur habe ich dann das Problem beim Kreiswerfertag, den Regionalmeisterschaften, etc. wo auch kleinere Vereine gerne einmal ausrichten. Man sollte eben nie vergessen, dass Regeln, die einem für den Spitzenbereich sinnvoll erscheinen, eben auch auf jedem Dorfsportfest umgesetzt werden müssen. Und wenn ich plötzlich zwei Windmesser inklusvive Spezialvorrichtungen mehr brauche, werden viele eben sagen: dann kann ich das nicht mehr ausrichten...

Windmesser für 5000 Euro. Ja, vielleicht unter der Flagge von WA, aber eben echt typisch Deutsch.
Vor lauter gut gemeinter Eichung und weil alles immer Erdbeben und Flutkatastrophen geprüft sein muss, schließen wir so 90 % der Welt davon aus Wettkämpfe zu veranstalten.
Was stimmt in den Köpfen der das Festlegenden nicht? Derartige Technik darf doch nicht über 100 Eur kosten und muss in den Rucksack passen.
Ist wie das Haus bauen in De, lauter sinnvolle und gutgemeinte Sicherheitsbestimmungen und Zertifikate und Gutachten und Genehmigungen und und und ... und am Ende haben die meisten Menschen kein eigenes Dach über dem Kopf


RE: Oklahoma Throws Series - Ramona, 09.-12.04.2026 (Richter 74,00m) - Rostocker - 16.04.2026

(Gestern, 07:44)eierluke2 schrieb: Windmesser für 5000 Euro. Ja, vielleicht unter der Flagge von WA, aber eben echt typisch Deutsch.
Vor lauter gut gemeinter Eichung und weil alles immer Erdbeben und Flutkatastrophen geprüft sein muss, schließen wir so 90 % der Welt davon aus Wettkämpfe zu veranstalten.
Was stimmt in den Köpfen der das Festlegenden nicht? Derartige Technik darf doch nicht über 100 Eur kosten und muss in den Rucksack passen.
Ist wie das Haus bauen in De, lauter sinnvolle und gutgemeinte Sicherheitsbestimmungen und Zertifikate und Gutachten und Genehmigungen und und und ... und am Ende haben die meisten Menschen kein eigenes Dach über dem Kopf

Ich möchte fast sagen, "was stimmt mit dir nicht?".

Du bekommst hier Hinweise und liest Bedenken von Leuten, die mit solchen Geräten arbeiten und sich entsprechend auskennen und wischt das einfach so weg.

2 Anmerkungen von mir:
  1. Beim Skispringen wird im Gegensatz zum Sprung und Lauf in der Leichtathletik der Wind über die gesamte Kompassrose gemessen und nicht nur in Laufrichtung. Das können einige der in der Leichtathletik verwendeten Sensoren auch (https://gillinstruments.com/compare-2-axis-anemometers/windsonic-2axis/). Der Preis dieser Geräte ist im beschriebenen Rahmen, beim Skispringen sind 5 bis 7 davon im Einsatz.
    Diese gilt es dann am Sektor zu verteilen und die Frage wäre auch, in welchen Höhen wie oft gemessen werden muss, um eine verwertbare Aussage treffen zu können.
  2. Ob eine Zertifizierung notwendig ist, kannst du dir selber beantworten, wenn dann Grenzen festgelegt sind bzw. der Wind irgendwie verrechnet wird und ein sich benachteiligt fühlender Athlet (soll es ja geben) Einspruch gegen die Messung einlegt.
Aber ich habe eine Alternative für dich: gründe eine Firma und entwickle solche Geräte und Messeinrichtungen für 100 €. Wir wären echt dankbar! Zumal die Investition, also der Windmesser, wahrscheinlich 350 Tage im Jahr im Geräteraum steht.
Es ist kein deutsches Problem, es ist kein WA-Problem, wenn die Anforderungen an die Genauigkeit mit guten Gründen definiert sind und der begrenzte Markt keinen unendlichen Absatz zulässt. Da tummeln sich nicht viele Hersteller und wir reden fast über Kleinserien, die ihren Preis haben.