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Unterschiedliche AuA-Karrieren - Gertrud - 17.09.2026 Mir hat der Weg bisher von Gabby Thomas unglaublich gut gefallen, in dem sie ihre duale Karriere zunächst stark neben dem Leistungssport vorangetrieben und dann die Konzentration auf den Leistungssport vornehmlich gelenkt hat. Sie hat ihre Mutter, eine alleinerziehenden Frau, als Vorbild, die zunächst promoviert hat und dann Professorin wurde. Sie hat Gabby immer an die Bildung und auch viel an die Empathie für andere erinnert. Sie hat eine gemeinnützige Organisation gegründet, um anderen Menschen den Zugang zur Bildung zu ermöglichen. Gabby hat an der Harvard-University zunächst Neurobiologie studiert und dann den Master in Epidemiologie gemacht. Sie möchte irgendwann CEO in einem Krankenhaus werden oder eine gemeinnützige Organisation für Gesundheitsgerechtigkeit gründen. Sie ist unheimlich strikt organisiert, was den Tagesablauf angeht. Sie hat Durchhaltevermögen und Ehrgeiz gelernt. Ein solcher Weg hat natürlich meistens den Vorteil, dass man später nicht in ein berufliches Loch fällt. Welche Wege haltet ihr für gut machbar? Gertrud RE: Unterschiedliche AuA-Karrieren - Atanvarno - 18.09.2026 Meines Wissens liegt die Konzentration bei Thomas immer noch stark auf dem Studium, so hat sie diesen Sommer sehr wenig Wettkämpfe bestritten, weil sie an ihrer Doktorarbeit schreibt. Man muss ihr Respekt zollen für den schwierigen Weg, den sie gewählt hat, genauso wie früher Thomas Wessinghage, aber beispielgebend für "normale" Athleten im Spitzensport ist das aus meiner Sicht nicht. Bei dem enormen zeitlichen Aufwand, den ein derart intensiv betriebenes Studium erfordert, bleiben im allgemeinen sportliche Notwendigkeiten vor allem im Bereich der Regeneration (und sei es nur ausreichender Schlaf) auf der Strecke. Ich bin auf jeden Fall dafür, dass Athleten ihre Ausbildung nicht vernachlässigen, aber bei den meisten ist es schon so, dass es ihren leistungssportlichen Ambitionen zuträglich ist beispielsweise bei der Studiendauer Abstriche zu machen und nicht unbedingt den Master in Regelstudienzeit anzustreben. Wir haben ja schon einen sehr langen Thread zum Thema Duale Karriere - Leistungssport und Ausbildung RE: Unterschiedliche AuA-Karrieren - lor-olli - 18.09.2026 Die duale Karriere war einmal einfach Zwang, niemand konnte von der LA leben, oft nicht einmal Trainer. Seitdem auch in der LA Geld verdient werden (Prämien, Sponsoren, Werbung), habe sich auch viele in der LA versucht, die früher nicht einmal im Traum daran gedacht haben, ganz besonders ausgeprägt zeigt sich das in den zentralafrikanischen Staaten im Laufsport - hier ist das Geld der Anreiz (nachvollziehbar). Das sehen wir aber auch in vielen anderen Sportarten, wo mit dem Sport richtig Geld zu verdienen ist (Fußball, Tennis, Radsport, Golf etwa) – die meisten unterschlagen, dass dies aber nur einer ganz kleinen Gruppe wirklich gelingt! Zwei Karrieren (sportlich wie bildungstechnisch) voranzutreiben und Erfolg zu haben, erfordert aber auch einen talentierten UND starken Charakter, das erfordert heute oft ein entsprechendes Umfeld, oder eben eine Entscheidung für nur einen Weg. Gerade was die Anforderungen im aktuellen Berufsleben für Anfänger betrifft, eine enorme Herausforderung. Im Zweifel fällt die Entscheidung also oft eher für den Weg, der einem ein halbwegs sicheres Einkommen ermöglicht - erlebe ich zumindest im Umfeld häufiger. RE: Unterschiedliche AuA-Karrieren - Gertrud - 18.09.2026 Was ihr schreibt, hat alles seine Berechtigung. Bei uns kommt noch dazu, dass die Wege oft zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Wer z.B. in Leverkusen trainiert und in Köln studiert, muss immer mit Staus rechnen. Das ist in den USA anders. Gabby Thomas konnte z.B. in einer Niederlassung einer Universität in Austin ihr Studium abwickeln, wo sie gewohnt hat. Sie hat einfach auch von der Mutter diese unglaubliche Arbeitsmoral vermittelt bekommen. Wenn einer sich bei der Polizei oder Bundeswehr wohlfühlt, halte ich das auch für vertretbar. Ich finde es nur schade, wenn AuA ihren Berufswunsch wegen des Leistungssportes nicht verwirklichen (können). Wenn Menschen wie Bubka und Duplantis ihr Geld scheffeln, ist das spätere Leben auch gesichert. Sie sind sicherlich intelligent genug, ihrem Leben nach dem Sport einen Sinn zu geben. Gertrud RE: Unterschiedliche AuA-Karrieren - dominikk85 - 19.09.2026 Eine Ausbildung nebenbei machen sollte für jeden Leichtathleten pflicht sein, aber Thomas ist sicher auch eine Ausnahmeerscheinung weil sie höchst intelligent und extrem neugierig ist. Für so jemanden ein ein komplexes Studium an einer elite Uni keine Belastung (auch wenn auch sie natürlich die reingesteckte zeit merkt) sondern Erfüllung, sie braucht neues Wissen wie Luft zum atmen und würde als reine Athletin oder in deutschen Verhältnissen sportsoldatin würde sie verkümmern. Für Athleten die nicht 95stes perzentil Intelligenz haben sondern vielleicht nur normalbegabt und normalmotiviert sind (nicht despektierlich gemeint, die meisten Menschen sind ja so) wäre der weg von Thomas dagegen eine fast unmögliche Belastung. Damit will ich die Schwierigkeit für Thomas nicht herabspielen, auch für sie ist das eine erhebliche energetische doppelbelastung, aber rein mental ist das für so eine Person eine ganz andere Geschichte, für sie sind die Prüfungen keine Hindernisse die mental belasten sondern das Wissen ist Energie die sie für den sport auffällt und weit über reinen Qualifikationserwerb hinausgeht. Natürlich sollten auch normalbegabte athleten eine Ausbildung oder ein Studium machen, aber der weg wie Thomas noch während der Karriere einen hochkomplexen "major" zu machen können vielleicht 20% der Athleten wenn überhaupt, die meisten athleten machen ja "nur" das bachelor Studium und dann später vielleicht den Master (zumindest im us college system) RE: Unterschiedliche AuA-Karrieren - Mkfan - 20.09.2026 Nichts für ungut, aber es wirkt schon etwas ulkig, wenn sich jemand über die Intelligenz einer dritten Person auslässt und dabei in diesen wenigen Sätzen über 20 Fehler produziert. Liest du ab und an, was und wie du schreibst, bevor du es postest? Das geht in keiner 7. Klasse mehr durch. RE: Unterschiedliche AuA-Karrieren - Freaky - 20.09.2026 (20.09.2026, 09:29)Mkfan schrieb: Nichts für ungut, aber es wirkt schon etwas ulkig, wenn sich jemand über die Intelligenz einer dritten Person auslässt und dabei in diesen wenigen Sätzen über 20 Fehler produziert. Liest du ab und an, was und wie du schreibst, bevor du es postest? Das geht in keiner 7. Klasse mehr durch. wen meinst du jetzt? wenn du dominik meinst "sich über die Intelligenz einer dritten Person auslassen" hat ja wohl wenig damit zu tun, was dominik geschrieben hat, da er Thomas ja als hochintelligent bezeichnet hat?!
RE: Unterschiedliche AuA-Karrieren - TranceNation 2k14 - 20.09.2026 Vll das: (19.09.2026, 08:57)dominikk85 schrieb: Für Athleten die nicht 95stes perzentil Intelligenz haben sondern vielleicht nur normalbegabt und normalmotiviert sind (nicht despektierlich gemeint, die meisten Menschen sind ja so) wäre der weg von Thomas dagegen eine fast unmögliche Belastung. RE: Unterschiedliche AuA-Karrieren - mariusfast - 20.09.2026 (20.09.2026, 09:29)Mkfan schrieb: Nichts für ungut, aber es wirkt schon etwas ulkig, wenn sich jemand über die Intelligenz einer dritten Person auslässt und dabei in diesen wenigen Sätzen über 20 Fehler produziert. Liest du ab und an, was und wie du schreibst, bevor du es postest? Das geht in keiner 7. Klasse mehr durch. Auch wenn ich bei dem Thema IQ natürlich Bauchschmerzen habe (siehe meinen Beitrag in der Plauderecke), Eigenschaften von Menschen anhand irgendeiner Zahl in eine einzige Kategorie zu werfen, fand ich die Aussage von Dominik nicht schlimm. Dass das so ist, denkt ja die Mehrheit in unserer Gesellschaft. Der Kernaussage, dass die Mehrheit länger braucht mit dem Studium und nicht jeder die gleiche Motivation hat, stimmt sicherlich. Es war auch keine negative Intention von ihm. Dennoch noch meine Anregung an Dominik. In unserer Gesellschaft ist automatisch durch Soziologie diese Wertung enthalten. Ein Mensch mit einem hohen IQ Wert wird als wertvoller betrachtet. Von daher Obacht bei einer zu schnellen Verwendung sowie Schlussfolgerung aufgrund einer einzigen Zahl. RE: Unterschiedliche AuA-Karrieren - Freaky - 20.09.2026 (20.09.2026, 13:32)mariusfast schrieb: Auch wenn ich bei dem Thema IQ natürlich Bauchschmerzen habe (siehe meinen Beitrag in der Plauderecke), Eigenschaften von Menschen anhand irgendeiner Zahl in eine einzige Kategorie zu werfen, fand ich die Aussage von Dominik nicht schlimm. Dass das so ist, denkt ja die Mehrheit in unserer Gesellschaft. Dominik schreibt aber auch von Intelligenz und nicht von hohem IQ. Das Thema IQ, also das Zusammenfassen auf eine einzige Zahl, als Ergebnis von einem Test, kommt rein von dir und nicht von Dominik! |