26.11.2025, 20:22
Das Problem mit solchen nicht-normierten Begriffen ist ja, dass sie alles oder nichts bedeuten können. In gewisser Hinsicht ist die Bezeichnung ja schon ein Oxymoron, da Training im "steady state" gewöhnlicherweise bereits dem moderaten Bereich zugeordnet wird. "Moderate Intensity Steady State" klingt natürlich nicht so schön im Kontrast zum "High Intensity Interval Training"...
Das merkt man ja auch, dass bereits die beiden verlinkten Quellen sich hier nicht einig werden. Die SZ scheint es ja eher als moderat einzustufen:
Der zweite Artikel hat nur Quellen zu "low intensity" Training, und ignoriert den "steady state" Aspekt des Trainingsprogramms
Andere Angaben schwanken im Bereich 60-80% der maximalen Herzfreqzenz (oder auch hier), während andere 50-70% bis hin zu 50-65% angeben, wie eben auch der gepostete Screenshot.
Ob man 30 Minuten bei 50% oder 50 Minuten bei 80% macht, ist schon eine sehr weite Bandbreite an Trainingsreizen, die nicht mehr viel miteinander zu tun haben
Bei 50% ist man eben deutlich im "low intensity" Bereich, wohingegen 80% durchaus am oberen Ende eines "moderaten" Trainings ist, das sich aber eben allerdings am unteren Ende eines "steady state" Trainings befindet. Sprich: wenn man "low-intensity" als ein modifizierendes Adjektiv versteht, dann versteckt sich dahinter nichts anderes als ein Training im unteren Schwellenbereich. (Und wenn man das dann wieder in Intervallform durchführt, haben wir den Bogen zur norwegischen Methode geschafft...
)
Aber da es ja hier primär um Praxis gehen soll:
Mit 50-65% kann man durchaus gut eine Grundlage aufbauen, bzw. sind für fortgeschrittenere Athleten auch sinnvoll an Ruhetagen. Oder eben als einen längeren Trainingsreiz. Die Tabelle spricht ja von Einheiten bis zu 90 Minuten. Das enstpricht dann eher einem "Long Run" in der Läufersprache. Wobei der auf dem Rad durchaus auch deutlich länger sein darf / sollte. Das traditionelle Lehrbuch nennt das Ganze ann eine "extensive Dauermethode".
Im Bereich 70-80% der maximalen Herzfrequenz ist man dann eben beim traditionellen moderaten Schwellentraining und geht in den Bereich "Intensive Dauermethode". Wobei da eben auch der traditionelle Streitpunkt ist, ob das eine tote Zone ist und man nicht lieber gleich in Richtung 90% gehen sollte
Den LISS Ansatz würde ich hier eben als ein Befürworter des Trainings um die 80% zu sehen. Ich wage zu behaupten, dass das insbesondere im Breitensport auch eher Typsache ist.
Zum Thema Schwimmbad: Ja ist auch hier deutlich teurer geworden, aber muss ja auch irgendwie finanziert werden. 40 Minuten würde ich persönlich dafür allerdings auch nicht fahren. An einem meiner vorigen Wohnorte hatte ich über ein Fitnesszentrum Zugang zu Kraftraum, 400m-Tartanbahn und 25m-Schwimmbad. Alles am gleichen Ort und eine gemeinsame monatliche Abbuchung. Da bin ich dann eben auch wirklich geschwommen anstatt Rad oder Rolle zu fahren.
Das merkt man ja auch, dass bereits die beiden verlinkten Quellen sich hier nicht einig werden. Die SZ scheint es ja eher als moderat einzustufen:
Zitat:Wie viel LISS-Training nötig ist, um gesundheitliche Effekte zu erreichen? Hier hilft ein Blick auf die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Pro Woche sollten es für Erwachsene 150 Minuten moderates Ausdauertraining sein. Die lassen sich zum Beispiel auf drei Sessions mit je 50 Minuten aufteilen.
Der zweite Artikel hat nur Quellen zu "low intensity" Training, und ignoriert den "steady state" Aspekt des Trainingsprogramms

Andere Angaben schwanken im Bereich 60-80% der maximalen Herzfreqzenz (oder auch hier), während andere 50-70% bis hin zu 50-65% angeben, wie eben auch der gepostete Screenshot.
Ob man 30 Minuten bei 50% oder 50 Minuten bei 80% macht, ist schon eine sehr weite Bandbreite an Trainingsreizen, die nicht mehr viel miteinander zu tun haben

Bei 50% ist man eben deutlich im "low intensity" Bereich, wohingegen 80% durchaus am oberen Ende eines "moderaten" Trainings ist, das sich aber eben allerdings am unteren Ende eines "steady state" Trainings befindet. Sprich: wenn man "low-intensity" als ein modifizierendes Adjektiv versteht, dann versteckt sich dahinter nichts anderes als ein Training im unteren Schwellenbereich. (Und wenn man das dann wieder in Intervallform durchführt, haben wir den Bogen zur norwegischen Methode geschafft...
)Aber da es ja hier primär um Praxis gehen soll:
Mit 50-65% kann man durchaus gut eine Grundlage aufbauen, bzw. sind für fortgeschrittenere Athleten auch sinnvoll an Ruhetagen. Oder eben als einen längeren Trainingsreiz. Die Tabelle spricht ja von Einheiten bis zu 90 Minuten. Das enstpricht dann eher einem "Long Run" in der Läufersprache. Wobei der auf dem Rad durchaus auch deutlich länger sein darf / sollte. Das traditionelle Lehrbuch nennt das Ganze ann eine "extensive Dauermethode".
Im Bereich 70-80% der maximalen Herzfrequenz ist man dann eben beim traditionellen moderaten Schwellentraining und geht in den Bereich "Intensive Dauermethode". Wobei da eben auch der traditionelle Streitpunkt ist, ob das eine tote Zone ist und man nicht lieber gleich in Richtung 90% gehen sollte
Den LISS Ansatz würde ich hier eben als ein Befürworter des Trainings um die 80% zu sehen. Ich wage zu behaupten, dass das insbesondere im Breitensport auch eher Typsache ist.Zum Thema Schwimmbad: Ja ist auch hier deutlich teurer geworden, aber muss ja auch irgendwie finanziert werden. 40 Minuten würde ich persönlich dafür allerdings auch nicht fahren. An einem meiner vorigen Wohnorte hatte ich über ein Fitnesszentrum Zugang zu Kraftraum, 400m-Tartanbahn und 25m-Schwimmbad. Alles am gleichen Ort und eine gemeinsame monatliche Abbuchung. Da bin ich dann eben auch wirklich geschwommen anstatt Rad oder Rolle zu fahren.

