08.07.2026, 22:06 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.07.2026, 22:07 von Notalp.)
Davon abgesehen war das Statement von ‘Bernie’ so (sachlich) aufschlussreich, dass es die Frage, ob der Verweis auf einen vermeintlichen Völkermord durch Israel gerechtfertigt oder (wie sicher nicht nur ich meine) völlig deplatziert ist, in den Hintergrund drängt.
"Nicht jeder Forscher forscht unentwegt, wie es der Forschende eigentlich tun müsste."
Ich bin bei dem Thema etwas zwiegespalten.
1. Das Messen seiner eigenen Leistung mit allen ist das Ziel der OLY Spiele.
2. Die OLY Spiele sind von der Grundidee ein Fest der Freiheit und des Frieden im Sinne des Sports.
Sollten wir nicht ALLEN als olympisches Zeichen die Hand des Sports reichen? Sport muss verbinden,
denn die Politik bekommt dies nicht hin. Sport hat die einzigartige Chance Mauern einzureißen, und den
Mensch mit seiner Leistung in den Mittelpunkt zu stellen. Ich bin der Meinung, dass im Rahmen der
OLY- Regeln möglichst vielen ein Startrecht eingeräumt werden sollte, auch russischen Athleten/innen.
Auf Politik gehe ich nicht ein, da es ein Fass ohne erkennbaren Boden ist!
09.07.2026, 09:41 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.07.2026, 09:43 von lor-olli.)
Prinzipiell gehe ich da mit, Sport und Politik sollten eigentlich getrennt werden, die Realität sieht leider aber ganz anders aus.
- große Veranstaltungen wie OS und Welt- oder Europameisterschaften verursachen enorme Kosten, die ein Veranstalter allein kaum noch bewältigen kann / mag und sofort wie staatliche Subventionen ins Spiel kommen wird Sport politisch, oder eben Marketing (wie bei der Fußball-WM mit "Hydration-Breaks", könnte man ja auch beim Marathon einführen ).
Die ersten die dies systematisch genutzt haben, dürften die Nationalsozialisten 1936 gewesen sein, die Nachkriegszeit mit dem kalten Krieg hat es nicht besser gemacht! Ist eine Rückkehr zum unabhängigen Sport noch möglich? Halte ich für unwahrscheinlich, wenn es um Milliarden geht …. (Der Etat ist oft größer als die Jahres-Etats vieler kleiner Staaten)
(Vor 37 Minuten) Freaky schrieb:Vor dem Hintergrund, dass WA zwar nicht die Kompetenz hat, das für Olympia zu entscheiden, aber für alles an Wettkämpfen darunter würde das doch bedeuten, wenn WA russische Sportler nicht zu Wettkämpfen zulässt, dass sie dann auch kaum eine Chance hätten bei Olympia zu starten, weil ihnen die Möglichkeiten zur Quali fehlt, oder?
Nach der geltenden Regeln wäre das vermutlich auch so. Allerdings könnte das IOC Ausnahmen für das NOK Russlands und Belarus zulassen, z.B. derart das zehn Athleten ohne jede formale Quali zugelassen werden?!
Sowas braucht man doch garnicht machen? Russland bzw Belarus können doch eigene Wettkämpfe stattfinden lassen? Die müssen noch nichtmal dem Regularium von WA genügen, die müssen nur dem IOC genügen (das sich vermutlich bei WA bedienen wird). Nur grundsätzlich braucht man kein WA um sich für Olympia zu qualifizieren.
(Vor 37 Minuten) Freaky schrieb:Vor dem Hintergrund, dass WA zwar nicht die Kompetenz hat, das für Olympia zu entscheiden, aber für alles an Wettkämpfen darunter würde das doch bedeuten, wenn WA russische Sportler nicht zu Wettkämpfen zulässt, dass sie dann auch kaum eine Chance hätten bei Olympia zu starten, weil ihnen die Möglichkeiten zur Quali fehlt, oder?
Nach der geltenden Regeln wäre das vermutlich auch so. Allerdings könnte das IOC Ausnahmen für das NOK Russlands und Belarus zulassen, z.B. derart das zehn Athleten ohne jede formale Quali zugelassen werden?!
Sowas braucht man doch garnicht machen? Russland bzw Belarus können doch eigene Wettkämpfe stattfinden lassen? Die müssen noch nichtmal dem Regularium von WA genügen, die müssen nur dem IOC genügen (das sich vermutlich bei WA bedienen wird). Nur grundsätzlich braucht man kein WA um sich für Olympia zu qualifizieren.
Naja, nicht ganz. Die Qualifikationskriterien werden schon grundsätzlich von den Weltfachverbänden festgelegt. Und es gibt in der Leichtathletik eine Road to, wer die Qualifikationskriterien erfüllt hat. Das meinte ich mit "geltenden Regeln".
Richtig ist, dass das IOC hiervon Ausnahmen beschließen oder sich sogar über diese Kriterien hinwegsetzen kann. Nichts anderes habe ich gesagt.
Sowas braucht man doch garnicht machen? Russland bzw Belarus können doch eigene Wettkämpfe stattfinden lassen? Die müssen noch nichtmal dem Regularium von WA genügen, die müssen nur dem IOC genügen (das sich vermutlich bei WA bedienen wird). Nur grundsätzlich braucht man kein WA um sich für Olympia zu qualifizieren.
Scheint aber Russland nicht zu genügen, sie ziehen ganz aktuell mit einer Klage gegen WA vor das CAS!
(09.07.2026, 08:44)Sprunggott schrieb: Ich bin bei dem Thema etwas zwiegespalten.
1. Das Messen seiner eigenen Leistung mit allen ist das Ziel der OLY Spiele.
2. Die OLY Spiele sind von der Grundidee ein Fest der Freiheit und des Frieden im Sinne des Sports.
Sollten wir nicht ALLEN als olympisches Zeichen die Hand des Sports reichen? Sport muss verbinden,
denn die Politik bekommt dies nicht hin. Sport hat die einzigartige Chance Mauern einzureißen, und den
Mensch mit seiner Leistung in den Mittelpunkt zu stellen. Ich bin der Meinung, dass im Rahmen der
OLY- Regeln möglichst vielen ein Startrecht eingeräumt werden sollte, auch russischen Athleten/innen.
Auf Politik gehe ich nicht ein, da es ein Fass ohne erkennbaren Boden ist!
Du kannst ja mal nachlesen gehen, was man Seitens Russland denjenigen Athleten vorgeworfen hatte, die in Paris 2024 unter neutraler Flagge angetreten waren.
Die Olympischen Spiele sind ein Nationenwettkampf, die Annahme die Leistung des Menschen würde da im Mittelpunkt stehen, ist nicht der Eindruck, den ich von dieser Veranstaltung habe.
Man muss die Politik hinter der Sache in diesem Forum nicht diskutieren, ich halte es aber für realitätsfern, sie als Entscheidungskriterium auszuschließen und so zu tun, als wäre Olympia ein Fest von Friede und Freiheit. Wenn ein Vladimir Putin am Ende Große Bilder mit "seinen" siegreichen Athleten in die Welt entsendet, dann ist das nichts Anderes als reinste Politik.
(09.07.2026, 08:44)Sprunggott schrieb: Ich bin bei dem Thema etwas zwiegespalten.
1. Das Messen seiner eigenen Leistung mit allen ist das Ziel der OLY Spiele.
2. Die OLY Spiele sind von der Grundidee ein Fest der Freiheit und des Frieden im Sinne des Sports.
Sollten wir nicht ALLEN als olympisches Zeichen die Hand des Sports reichen? Sport muss verbinden,
denn die Politik bekommt dies nicht hin. Sport hat die einzigartige Chance Mauern einzureißen, und den
Mensch mit seiner Leistung in den Mittelpunkt zu stellen. Ich bin der Meinung, dass im Rahmen der
OLY- Regeln möglichst vielen ein Startrecht eingeräumt werden sollte, auch russischen Athleten/innen.
Auf Politik gehe ich nicht ein, da es ein Fass ohne erkennbaren Boden ist!
Du kannst ja mal nachlesen gehen, was man Seitens Russland denjenigen Athleten vorgeworfen hatte, die in Paris 2024 unter neutraler Flagge angetreten waren.
Die Olympischen Spiele sind ein Nationenwettkampf, die Annahme die Leistung des Menschen würde da im Mittelpunkt stehen, ist nicht der Eindruck, den ich von dieser Veranstaltung habe.
Man muss die Politik hinter der Sache in diesem Forum nicht diskutieren, ich halte es aber für realitätsfern, sie als Entscheidungskriterium auszuschließen und so zu tun, als wäre Olympia ein Fest von Friede und Freiheit. Wenn ein Vladimir Putin am Ende Große Bilder mit "seinen" siegreichen Athleten in die Welt entsendet, dann ist das nichts Anderes als reinste Politik.
Der Gedanke ist das Ziel bei OLY- und glaube mir, ich war als Coach 3x dabei, ich weiß dass es Wunschdenken ist!
Wenn keiner den ersten Schritt macht, kommt niemand voran!