04.11.2023, 21:56
Hallo
Nach nun eineigen Beiträgen zum Thema habe ich mir auch meine Gedanken gemacht...
Ich würde eventuell folgende Punkte in die Diskussion mit einbringen bringen wollen:
Die "Form der Kader(listen)" will politisch im DOSB in allen Sportarten angepasst/ Gleichförmig sein, da hat der DLV so glaube ich keinen Einfluss. Hier geht es um "Vergleichbarkeiten" - welche natürlich nur am Schreibtisch im BMI oder DOSB (Sichwort POTAs) funktionieren, ... oder auch nicht! Hier wird bestimmt auch im Sinne der Kaderfindung der DLV nach festgelegten Prinzipien agieren, um sich nicht juristisch angreifbar zu machen.
Wer profitiert nun von diesem System? Natürlich nur die absolute Elite in den Sportarten, und das ist politisch auch so gewollt!
Ein Blick in andere Sportarten zeigt, dass hier auch international sehr erfolgreiche Athleten es nicht in die Elitekader geschafft haben. Ob es gut ist, nur dem Elitekadern noch zusätzlich "on Top" alle Leistungen zuzusprechen möchte ich nicht beuteilen, da dies wiederum von der Sportart und dem Verdienst abhängt.
Was mich zu der Frage führt; Was will gefördert werden?
Ein Förderung ist ein Invest in ein Zukunftsprojekt, ohne Forderungen, und kann wie folgt Definiert werden:
Es handelt sich um eine „zusammenfassende Bezeichnung für alle Maßnahmenzur finanziellen Hilfeleistung für den Sport.“ Finanzielle Mittel werden vom Sportler und den Vereinen z.B. für Sportstätten, Trainingsmaterial, Trainer, Fahrten zu Wettkämpfen, Organisation von Wettkämpfen und ähnlichem benötigt. Daneben kann man unter dem Begriff aber auch die Möglichkeiten verstehen, die den Menschen allgemein zur Verfügung stehen, um in denjeweiligen Ländern überhaupt in den Leistungssport zu gelangen und somit in ihren persönlichen Fähig- und Fertigkeiten gefördert zu werden.
Mit einem Blick in die Kaderstrukturen und somit der Sportförderung wird schnell klar, dass wir es mit einem klassischen Belonungssystem zu tun haben. Es werden also erreicht sportliche Ziele direkt oder indirekt vom DLV belohnt!
Jetzt sind einige Athleten erfreut, weil sie ein festgelegtes Ziel im Sinne einer Norm, Platzierung o.ä. erreicht haben, und andere eben nicht. Die Entscheidungen sind für alle natürlich von Tragweite, egal ob Motiviert oder nicht und auf Einzelschicksale wir man keinen Blick im System verschwenden.
Ist das für eine Entwicklung unserer schönen Sportart gut - NEIN !
Es ist nicht möglich egal ob in 2 oder 10 Jahren ein erfolgreiches Produkt (Athlet) in den Markt (Weltmeisterschaft) zu etablieren, wenn es keine Bedingungen zur Entwicklung dafür gibt. Oder einfach gesagt: Ohne Entwicklung, Ingenieure, Logistiker, Fabrik, Rennstrecke, BoxenCrew, Fahrer ... keinen F-1 Titel ! Und das Kostet viel Geld, egal ob der Erfolg erreicht oder verfehlt wird.
Eine generelle Lösung habe ich auch nicht. Ich weiß, dass früher z.B. vor 5-10 Jahren die Bundestrainer in Absprache mit den Nachwuchts-Bundestrainern noch erheblich mehr Einfluss auf die Kaderbildung hatten, und hier auch durchaus oft für positive Signale gesorgt haben. Ich habe den Eindruck das System will keine eigenständig Denkenden mehr, es wird Dienst nach Vorgabe, ala 4 Jahresplan erbeten... auch hier wirkt das Belohnen.
Die Lösung habe ich auch nur für mich, und meine Base. Ich versuche mich mit meinem Team möglichst unabhängig zu machen. Ich reiße mir mit meinem Team jeden Tag 10-12h den Arsc** für unsere Athleten auf! Ich versuche alles was in meiner Macht steht (Trainingsumfeld, Track, Coaching, ...) zu ermöglichen. Staats/ Uni-Gelder sind für mich als Coach wichtig, für die Athleten aber "nice to have". Ich versuche eher Förderer in direkter Anbildung an das Team, oder einzelner Athlen zu etablieren.
So genug geschrieben, nun kann das Forum über mich richten!
ps. Anmerkung: ich arbeite nicht in Deutschland, und kann daher keine explizten Einblicke bieten
Nach nun eineigen Beiträgen zum Thema habe ich mir auch meine Gedanken gemacht...
Ich würde eventuell folgende Punkte in die Diskussion mit einbringen bringen wollen:
Die "Form der Kader(listen)" will politisch im DOSB in allen Sportarten angepasst/ Gleichförmig sein, da hat der DLV so glaube ich keinen Einfluss. Hier geht es um "Vergleichbarkeiten" - welche natürlich nur am Schreibtisch im BMI oder DOSB (Sichwort POTAs) funktionieren, ... oder auch nicht! Hier wird bestimmt auch im Sinne der Kaderfindung der DLV nach festgelegten Prinzipien agieren, um sich nicht juristisch angreifbar zu machen.
Wer profitiert nun von diesem System? Natürlich nur die absolute Elite in den Sportarten, und das ist politisch auch so gewollt!
Ein Blick in andere Sportarten zeigt, dass hier auch international sehr erfolgreiche Athleten es nicht in die Elitekader geschafft haben. Ob es gut ist, nur dem Elitekadern noch zusätzlich "on Top" alle Leistungen zuzusprechen möchte ich nicht beuteilen, da dies wiederum von der Sportart und dem Verdienst abhängt.
Was mich zu der Frage führt; Was will gefördert werden?
Ein Förderung ist ein Invest in ein Zukunftsprojekt, ohne Forderungen, und kann wie folgt Definiert werden:
Es handelt sich um eine „zusammenfassende Bezeichnung für alle Maßnahmenzur finanziellen Hilfeleistung für den Sport.“ Finanzielle Mittel werden vom Sportler und den Vereinen z.B. für Sportstätten, Trainingsmaterial, Trainer, Fahrten zu Wettkämpfen, Organisation von Wettkämpfen und ähnlichem benötigt. Daneben kann man unter dem Begriff aber auch die Möglichkeiten verstehen, die den Menschen allgemein zur Verfügung stehen, um in denjeweiligen Ländern überhaupt in den Leistungssport zu gelangen und somit in ihren persönlichen Fähig- und Fertigkeiten gefördert zu werden.
Mit einem Blick in die Kaderstrukturen und somit der Sportförderung wird schnell klar, dass wir es mit einem klassischen Belonungssystem zu tun haben. Es werden also erreicht sportliche Ziele direkt oder indirekt vom DLV belohnt!
Jetzt sind einige Athleten erfreut, weil sie ein festgelegtes Ziel im Sinne einer Norm, Platzierung o.ä. erreicht haben, und andere eben nicht. Die Entscheidungen sind für alle natürlich von Tragweite, egal ob Motiviert oder nicht und auf Einzelschicksale wir man keinen Blick im System verschwenden.
Ist das für eine Entwicklung unserer schönen Sportart gut - NEIN !
Es ist nicht möglich egal ob in 2 oder 10 Jahren ein erfolgreiches Produkt (Athlet) in den Markt (Weltmeisterschaft) zu etablieren, wenn es keine Bedingungen zur Entwicklung dafür gibt. Oder einfach gesagt: Ohne Entwicklung, Ingenieure, Logistiker, Fabrik, Rennstrecke, BoxenCrew, Fahrer ... keinen F-1 Titel ! Und das Kostet viel Geld, egal ob der Erfolg erreicht oder verfehlt wird.
Eine generelle Lösung habe ich auch nicht. Ich weiß, dass früher z.B. vor 5-10 Jahren die Bundestrainer in Absprache mit den Nachwuchts-Bundestrainern noch erheblich mehr Einfluss auf die Kaderbildung hatten, und hier auch durchaus oft für positive Signale gesorgt haben. Ich habe den Eindruck das System will keine eigenständig Denkenden mehr, es wird Dienst nach Vorgabe, ala 4 Jahresplan erbeten... auch hier wirkt das Belohnen.
Die Lösung habe ich auch nur für mich, und meine Base. Ich versuche mich mit meinem Team möglichst unabhängig zu machen. Ich reiße mir mit meinem Team jeden Tag 10-12h den Arsc** für unsere Athleten auf! Ich versuche alles was in meiner Macht steht (Trainingsumfeld, Track, Coaching, ...) zu ermöglichen. Staats/ Uni-Gelder sind für mich als Coach wichtig, für die Athleten aber "nice to have". Ich versuche eher Förderer in direkter Anbildung an das Team, oder einzelner Athlen zu etablieren.
So genug geschrieben, nun kann das Forum über mich richten!
ps. Anmerkung: ich arbeite nicht in Deutschland, und kann daher keine explizten Einblicke bieten


